Wenn man eine »moderne« Benutzerschnittstelle (das klingt ja schon, als hätte man sich geschnitten) vor sich hat, die auf so altmodischen und durchschaubaren Kram wie Menüs verzichtet, findet man sich immer wieder einmal darin, dass man mit der Maus über ein gar nicht so recht einleuchtendes Piktogramm verweilt und darauf wartet, dass endlich der Tooltip eingeblendet wird – was ein wirklich zeitraubender Vorgang ist. Beim Versuch der Softwarehersteller, eine GUI für die Analphabeten zu machen, müssen wir alle erstmal die moderne Form der Hieroglyphen lernen…
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Nachtwächter
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Nachtwächter
Für die vielen armen Seelen, die gerade auf Debian Lenny updaten und vor einem riesen Problem stehen, weil es auf einmal keine graphische Oberfläche mehr gibt: Der Update von Etch funktioniert nicht immer so reibungslos, wie man sich das wünschen würde. Das Paket xserver-xorg wird zwar geupdated (scheiß Verb), aber die ganzen Module für den X-Server sind in einem fragwürdigen Zustand. Danach sieht man eine wenig erfreuliche Meldung beim Start des Anmeldemanagers, dass der X-Server nicht gestartet werden kann. Wenn man daraufhin mal mit einem »startx« versucht, von der Kommandozeile zu starten, kriegt man zu guter Letzt die obskure Meldung, dass da »no screen found« aufgetreten sein soll. Die Behebung des Problemes ist erfreulich einfach. Erstmal an der Kommandozeile den X-Server mit »sudo aptitude remove xserver-xorg« deinstallieren, und danach mit »sudo aptitude install xserver-xorg« neu installieren – das hat bei mir die Lösung gebracht, nachdem ich einige eher ungesunde Experimente gemacht habe. Ein einfaches »dpkg-reconfigure xserver-xorg« reicht nicht aus, weil die Treiber für die Grafikkarten fehlen. Das war ja heute fast schon ein »Windows-Gefühl«, was ich da bekam…
Übrigens benötigt Lenny eine Menge mehr Platz auf der Festplatte. Es empfiehlt sich, wenn die Platte eng werden könnte, vorher einige nicht-benötigte Pakete zu deinstallieren. Das war dann auch das zweite Problemchen, mit dem ich mich herumschlug, denn auf meinen Platten ist es immer recht eng. Inzwischen läuft es, und im Moment bin ich gerade mit den letzten Feinarbeiten beschäftigt.
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Nachtwächter
Wer immer noch glaubt, dass Apple (oder gar Microsoft) die Erfinder der graphischen Benutzeroberfläche moderner Machart gewesen sind, der sollte einmal einen Blick auf die Technik der Datenverarbeitung im Jahr 1982 werfen – zumindest auf einer Perq von Xerox sah die auch nach heutigen Begriffen sehr vertraut aus, fast alle noch heute gebräuchlichen Konzepte waren damals schon vorhanden. Aber dafür hat man sich gerade bei Microsoft sehr darauf gestürzt, die immer gleichen Ideen der Benutzerführung in immer bunterer grafischer Präsentation zu bringen, was sich sehr »hübsch« am Beispiel Microsoft Word zeigt…
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Nachtwächter
Das ist ja ganz »toll«, dass man jetzt für aktuelle WordPress-Versionen mit einem Plugin an die ungefähre Gestaltung und an das Farbschema von WordPress 2.3.x kommen kann. Wirklich, ganz »toll«. Vor allem, weil es sich weiterhin wie ein WordPress 2.5.x bedient, einschließlich der katastrofal angebrachten Kategorien-Wahl mit zunächst den versteckten, selten gebrauchten Kategorien, einer Kategorienauswahl, für die man runterscrollen muss und allerhand weiteren unausgereiften Ideen der WP-Entwickler. Ich habe vorgestern mal wieder einem Menschen (kein Dummkopf) in einer Mail erklären müssen, wie man das mit den Kategorien macht und wo diese Funktion in WP 2.5.x versteckt wurde. Da finde ich es so etwas von »toll«, dass man jetzt wenigstens an das Farbschema der früheren, wesentlich besseren GUI kommen kann. Das ist ja auch das wichtigste, das Aussehen. Nicht etwa die Bedienbarkeit. Gut, dass es vernünftige Desktop-Anwendungen für das Bloggen und XMLRPC gibt. Ach, das ist in den aktuellen Betas für WP 2.6 abgeschaltet und kann auch nicht mehr angeschaltet werden?! Na ja, denn kann man sich wenigstens über das Farbschema aus besseren Zeiten von WordPress freuen. Ich bin ja so etwas von begeistert! In jeder Kleinigkeit bemerkt man eben, dass sich die Entwickler zurzeit gerade ganz besonders viele Gedanken machen. Nur leider nicht mehr um die Blogger, die dieses Hackwerk dann benutzen sollen. Hat noch jemand Lust auf einen Fork von WP 2.3.x (das ist hier immer noch im Einsatz, und es wird hier so lange im Einsatz bleiben, wie es noch leidlich tragbar ist). Was man zurzeit beim Überfliegen der Mitteilungen zu WP 2.6 liest, das ist einfach nur noch zum Abgewöhnen.
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Nachtwächter
Wie »intuitiv« die neue Benutzerführung in WordPress 2.5 geworden ist, zeigt sich wohl schon daran, dass erklärt werden muss, auf welche Weise ein Blogger einen Kommentar bearbeiten kann. Früher gab es da einen einfachen Link mit dem Text »Bearbeiten«, und das hat wohl jeder verstanden. Warum will uns niemand das alte Dashboard lassen, mit einem Dateiupload, der mit jedem Browser funktioniert und mit einer Benutzerführung, die jeder Mensch fast sofort verstanden hat. Ich könnte kotzen.
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Nachtwächter
Da ich nicht ständig mit einer guten Leitung am Internet hänge, besuche ich auch Jamendo nicht regelmäßig, obwohl ich dort meine Musik veröffentliche. Aber jedes Mal, wenn ich da bin, ist die Benutzerführung dort etwas unverständlicher. Ich habe in den letzten Tagen ein paar Freundanfragen bekommen, und glaube mal keiner, dass ich auf der Jamendo-Seite jetzt die Möglichkeit finde, mir diese Anfragen anzeigen zu lassen. Und die Mails von Jamendo habe ich auch gerade nicht zur Hand. So wird Technik wirklich unbrauchbar.
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Nachtwächter
Jede Nacht, wenn ich bei der White Darkness die ganzen Spam-Anmeldungen lösche, wundere ich mich aufs Neue darüber. Ich lösche meistens aus der WordPress-Verwaltung, weil die besser für Massenlöschungen ist. Da habe ich vor jedem Benutzer eine kleine Checkbox, und weiter unten kann ich dann entscheiden, wass ich mit den markierten Benutzern machen will. Eine Option ist das Löschen, die andere Option ist das Anpassen ihrer Rechte, beide Optionen stehen direkt untereinander. Beim Anpassen der Rechte gibt es eine Auswahlbox, und die Auswahl ist mit »auf Administrator setzen« vorbelegt – wirklich keine sinnvolle Vorgabe, schon gar nicht in dieser Situation…